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Abtreibungsmethoden:

Die Pille danach 

Die in der Pille enthaltenen Wirkstoffe verzögern den Eisprung  der Frau solange, bis keine Befruchtung mehr stattfinden kann.
Wenn Sie durch einen Schwangerschaftstest festgestellt haben, dass Sie  schwanger sind, ist es für die “Pille danach” zu spät, denn das  Medikament kann keinen Schwangerschaftsabbruch herbeiführen.
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Abtreibungspille

Bis zum 63.Tag nach Beginn der letzten Regelblutung ist die Abtreibungspille zu nehmen . Mifegyne blockiert die Wirkung des Gelbkörperhormons Progesteron. Der Embryo wird dadurch  aus der Gebärmutter abgetrennt und stirbt nach 36 bis 48 Stunden ab. Zwei Tage später nimmt die Schwangere Prostaglandin ein, das dazu führt, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht* und die Gebärmutterschleimhaut mitsamt dem Fruchtsack und dem Embryo ausstößt. Die Abtreibungspille wirkt nicht immer so wie vomHersteller angegeben. Dann mus eine Ausschabung gemacht werden. Die erste Tablette wird unter ärztlicher Aufsicht eingenommen. Nach ein bis zwei Wochen ist eine Nachuntersuchung erforderlich.
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*wie Wehen bei einer Geburt

Die Absaug-Methode

Die häufigste Form der Abtreibung ist die Absaug-Methode. In Deutschland werden ca. 80% aller Abbrüche durch Absaugungen durchgeführt. Bis zur 12. Woche nach Empfängnis wird diese Methode angewendet. Dabei wird der Muttermund mit gynäkologischen Kugelzangen festgehalten und die Öffnung des Muttermundes mit Metallstiften gedehnt. Dann werden mit einem Rohr das Fruchtwasser, die Plazenta, das Embryo,  sowie die Schleimhaut der Gebärmutter Stück für Stück abgesaugt. Anschließend wird per Ultraschall kontrolliert, ob menschliche Teile zurückgeblieben sind, die ggf. mit einer zweiten Absaugung oder einer Curette* entfernt werden.
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*Curette = löffelartiges scharfes Instrument

Die Ausschabung

Bei der Ausschabung wird mit Metallstiften der Gebärmutterhals erweitert, somit kann der Arzt mit den Instrumenten in die Gebärmutter eindringen. Anschließend wird der Fruchtsack mit dem Embryo sowie die Gebärmutterschleimhaut mit einer sog. Curette* ausgeschabt. Curettagen kommen dann zum Einsatz, wenn nach einem Schwangerschaftsabbruch mit anderen Methoden noch Reste des Embryos aus der Gebärmutter zu entfernen sind.
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*Curette = löffelartiges scharfes Instrument

Abtreibungen ab der 13.Schwangerschaftswoche

Durch Prostaglandinzäpfchen werden künstlich Dauerwehen ausgelöst. Dann muss die Mutter bei vollem Bewusstsein das Kind ausstoßen. Sie erhält dann wie bei einer Geburt eine sog. „Nachcurettage“ d.h. bei der Ausschabung wird mit Metallstiften der Gebärmutterhals erweitert, somit kann der Arzt mit den Instrumenten in die Gebärmutter eindringen. Anschließend wird die Gebärmutterschleimhaut mit einer sog. Curette* ausgeschabt. Curettagen kommen dann zum Einsatz, wenn nach einem Schwangerschaftsabbruch mit anderen Methoden noch Reste des Embryos aus der Gebärmutter zu entfernen werden müssen.

* Curette = löffelartigen, gezahnten Instrument

Mit der Kalium-Chloridmethode soll das Überleben des Embryos nach der Geburt verhindert werden. Hierzu wird die Bauchdecke der Frau mit einer langen Nadel punktiert. Diese Nadel wird unter Ultraschallsicht unmittelbar in das Herz des Ungeborenen gestochen. Kalium in hoher Dosis ist für das Reizleitungssystem des Herzens ein tödliches Gift, da es jede koordinierte Kontraktion unmöglich macht. Der nicht mehr lebende Embryo kann dann, mit der Absaug-Methode entfernt werden, d.h. der Muttermund wird mit gynäkologischen Kugelzangen festgehalten und die Öffnung des Muttermundes mit Metallstiften gedehnt. Dann werden mit einem Rohr das Fruchtwasser, die Plazenta, der Embryo, sowie die Schleimhaut der Gebärmutter abgesaugt. Anschließend wird per Ultraschall kontrolliert, ob Körperteile zurückgeblieben sind, die ggf. mit einer zweiten Absaugung oder einer Curette* entfernt werden.

* Curette = löffelartigen, gezahnten Instrument

Ein Kaiserschnitt als Abtreibungsmethode wird heute nur noch angewandt, wenn es unter der eingeleiteten Fehlgeburt zu Problemen kommt. Wie bei einem normalen Kaiserschnitt wird die Gebärmutter der Schwangeren chirurgisch geöffnet und der Embryo aus der Gebärmutterhöhle heraus gezogen. Sollte es zu diesem Zeitpunkt noch leben, wird es zur Seite gelegt und man wartet ab, bis es gestorben ist und die Nabelschnur durchtrennt.
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Spätabtreibung ab der 20.Schwangerschaftswoche

Als Spätabtreibung bezeichnet man jede Abtreibung nach der 20. Schwangerschaftswoche.
Zum Begriff Spätabbruch gibt es aber keine einheitliche medizinische oder juristische Definition. Einerseits wird bei einem Abbruch nach der 12. oder 14.SSW (bzw. nach Ablauf der gesetzlichen Frist gemäß Fristenregelung) von einem Spätabbruch gesprochen. Andererseits wird in der öffentlichen Diskussion ein Schwangerschaftsabbruch oft erst nach der 24.SSW (22.Woche ab Befruchtung) als Spätabbruch bezeichnet, da etwa ab dieser Zeit das Kind außerhalb des Mutterleibes potenziell überlebensfähig ist.

Durch Prostaglandinzäpfchen werden künstlich Dauerwehen ausgelöst. Dann muss die Mutter bei vollem Bewusstsein das Kind ausstoßen. Sie erhält dann wie bei einer Geburt eine sog. „Nachcurettage“ d.h. bei der Ausschabung wird mit Metallstiften der Gebärmutterhals erweitert, somit kann der Arzt mit den Instrumenten in die Gebärmutter eindringen. Anschließend wird die Gebärmutterschleimhaut mit einer sog. Curette* ausgeschabt. Curettagen kommen dann zum Einsatz, wenn nach einem Schwangerschaftsabbruch mit anderen Methoden noch Reste des Embryos aus der Gebärmutter zu entfernen sind.

* Curette = löffelartigen, gezahnten Instrument

Mit der Kalium-Chloridmethode soll das Überleben des Embryos nach der Geburt verhindert werden. Hierzu wird die Bauchdecke der Frau mit einer langen Nadel punktiert. Diese Nadel wird unter Ultraschallsicht unmittelbar in das Herz des Ungeborenen gestochen. Kalium in hoher Dosis ist für das Reizleitungssystem des Herzens ein tödliches Gift, da es jede koordinierte Kontraktion unmöglich macht. Der nicht mehr lebende Embryo kann dann, mit der Absaug-Methode entfernt werden, d.h. er Muttermund wird mit gynäkologischen Kugelzangen festgehalten und die Öffnung des Muttermundes mit Metallstiften gedehnt. Dann werden mit einem Rohr das Fruchtwasser, die Plazenta, der Embryo, sowie die Schleimhaut der Gebärmutter abgesaugt. Anschließend wird per Ultraschall kontrolliert, ob Körperteile zurückgeblieben sind, die ggf. mit einer zweiten Absaugung oder einer Curette* entfernt werden. Dabei wird mit einem löffelartigen, gezahnten Instrument die Gebärmutter aus geschabt.

* Curette = löffelartigen, gezahnten Instrument

Ein Kaiserschnitt als Abtreibungsmethode wird heute nur noch angewandt, wenn es unter der eingeleiteten Fehlgeburt zu Problemen kommt. Wie bei einem normalen Kaiserschnitt wird die Gebärmutter der Schwangeren chirurgisch geöffnet und der Embryo aus der Gebärmutterhöhle herausgezogen. Sollte es zu diesem Zeitpunkt noch leben,wird es zur Seite gelegt und man wartet ab, bis es gestorben ist und die Nabelschnurr durchtrennt.
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Mögliche Folgen einer Abtreibung

Es ist nicht üblich die Frauen  über die Folgen von Abtreibungen vor der Abtreibung ihres Kindes vollständig zu informieren.

PAS= Post Abortion-Syndrom (Unter einem Syndrom versteht man eine Gruppe kennzeichnender Krankheitszeichen)
 

Körperliche Folgen:

Zunächst ist eine Abtreibung in den meisten Fällen ein operativer Eingriff, der folgende potenzielle medizinische Komplikationen nach sich ziehen kann:

Während der ersten 24 Stunden nach der Abtreibung

  • Unverträglichkeit der Narkose (Herz-Kreislauf-Störungen, Atembeschwerden,…)
  • Verletzungen der Gebärmutter
  • Blutungen
  • Entfernung der Gebärmutter als Not-OP 
 

In den Tagen nach der Abtreibung

  • starke Blutungen
  • Infektionen und Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut, der Uteruswand, der Eileiter, des Bauchfells bis hin zur Blutvergiftung
  • Beinvenen-Thrombosen, Lungen-Embolien 
 

Spätkomplikationen:

  • Tendenz  zu vermutlichen Frühgeburten und Spontanabgängen
  • Komplikationen bei weiteren Schwangerschaften
  • Unfruchtbarkeit
  • höhere Möglichkeit für Eileiter- und Bauchhöhlen-Schwangerschaften
 

Psychische Folgen:

Bei einer hohen Anzahl von Frauen treten selbst nach Jahren psychische und psychosomatische Schwierigkeiten auf, die die gewohnte Lebensqualität stark beeinträchtigen. Folgende Symptome/Probleme können nach einer Abtreibung auftreten:

  • Übererregbarkeit (Angstzustände, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten…)
  • Überwältigung von Erinnerungen an die als traumatisch erlebte Abtreibung z.B.
    • Tag der festgestellten Schwangerschaft
    • der errechnete Geburtstermin
    • Abtreibungstermin
    • Weihnachten
  • funktionelle Sexualstörungen
  • Frigidität
  • Menstruationsbeschwerden
  • Einengung der Person auf Verhaltensweisen und Gefühle, die Belastungen verhindern (Vermeidungsstrategie)
  • Teils unbewusster Rückzug aus früher geliebten Lebensbereichen, Umorientierung des eigenen Lebens bis hin zu Autoaggression
  • Depressionen, z. B. unmotiviertes Weinen, emotionale Gleichgültigkeit, vermindertes Selbstwertgefühl, Antriebsminderung, Reue und Schuldgefühle
  • Selbstmordgedanken bis hin zum durchgeführtem Selbstmord, Todes-Sehnsucht
  • Störungen des Essverhaltens
  • Medikamenten-, Alkohol- und Drogenmissbrauch und -abhängigkeit
  • psychosomatische Sexualstörungen
  • psychosomatische Magen- und Darmstörungen
  • Wahnvorstellungen
  • Verfolgungswahn
  • Schuldzuweisungen
  • Kopfschmerzen
  • Herzrhythmusstörungen

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